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Vom Maschinenbau zum Baustoff
Sie begann im elterlichen Sägewerk, wo Hans Hundegger die Eigenschaften von Holz kennen und schätzen lernte. Nach seiner Ausbildung war er zunächst in einer Fabrik für Schreinereimaschinen angestellt und konstruierte nach Feierabend Anlagen und Geräte für seinen Bruder, der das elterliche Sägewerk modernisieren wollte.
Bald kamen auch noch andere Sägewerksbesitzer mit Aufträgen, so dass er sich 1978 selbstständig machen und seine eigene Firma anmelden konnte.
1981 wurde er von Jakob Maier, damaliger Inhaber der Firma Maier Leimbau, zur Entwicklung einer Abbundmaschine animiert. Dieser sagte: „ Es müsste eine flexible Maschine geben, denn die Kasernendächer mit 100 gleichen Sparren gibt es in Zukunft nicht mehr“.
Seinerzeit gab es bereits verschiedene Abbundvorrichtungen. die händisch auf Schnittwinkel, Schnitttiefe und Länge eingestellt wurden und dann verhältnismäßig schnell viele gleiche Bauteile zuschneiden und fräsen konnten. Nun begann Hans Hundegger mit der Konstruktion einer Untertischschwenkkappsäge mit vier Freiheitsgraden. Danach konstruierte er das Holztransport- und Positioniersystem und anschließend eine Fräse zur Fertigung von Kerven, Zapfen und Ausblattungen. Gleichzeitig begann er auch mit dem Bau des Prototypen, der dann 1984 im Werk Hundegger einigen namhaften Zimmereiunternehmern vorgestellt und einige Zeit später an die Firma Rohrer ausgeliefert wurde. Seit 1986 baut man diese von mal zu mal weiterentwickelte P8-Abbundmaschine serienmäßig.
1987 war die Idee zum ersten Hobelautomaten entstanden. Ein Kunde hatte scherzhaft gemeint: “Beim Arbeiten mit der neuen Abbundanlage dauert das Vorkopfhobeln länger als das Abbinden.“ Keiner der damaligen Maschinenhersteller wollte bis dahin eine Hobelmaschine entwickeln, die sich selbst einstellt und auch zum Hobeln von Dachüberständen geeignet ist.
Bereits 1988 wurde der weltweit erste Hobel- und Anfasautomat zum Hobeln von Teilbereichen vorgestellt und in U-Form mit der Abbundmaschine bei der Firma Schuder installiert.
1990 übernahm Hundegger die Softwarefirma, die bis dahin für ihn gearbeitet hatte.
Im Februar 1992 wurde die bereits 150-mal gebaute P8 vom Nachfolgemodell P10 abgelöst. Diese neue Abbundmaschine P10 konnte bereits Grat- und Kehlsparrenkerven automatisch ausarbeiten.
Im Sommer 1996 stellte man die erste Kompaktabbundmaschine „K1“ vor. Das besondere an der Maschine war die Universalfräse mit drei Werkzeugen, wodurch eine sehr kompakte und hochflexible Anlage geboren war.
Der erste vollautomatische Fertigungsroboter für BAMTEC-Bewehrungsteppiche für Stahlbetondecken wurde im Jahr 1997 vorgestellt. Bamtec ist ein neuartiges, besonders wirtschaftliches Bewehrungssystem und steht für Bewehrungs-Abbund-Maschinen-Technologie.
Ende des Jahres 1997 begann die Entwicklung der PBA Portalbearbeitungszentrum zum Bearbeiten von großen Leimbindern und Vollholzwandelementen. Bereits Mitte des Jahres 1998 wurde dann auch schon der erste Prototyp vorgestellt.
Im März 2003 wurde die 500. Abbundmaschine K2 an die Firma Cosylva in Bourganeuf in Frankreich ausgeliefert.
Am 16. Juni 2003 wurde im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Wiener Rathaus erstmals der Schweighofer Prize, der europäische Preis für Innovationen auf dem Holzsektor, verliehen. Den mit 150.000 EUR dotierten Hauptpreis vergab die Jury an den Maschinenkonstrukteur Hans Hundegger.
Am 01. Oktober 2003 blickte man mit Stolz auf 25 erfolgreiche Jahre Entwicklung und Produktion von innovativen Holzbearbeitungsmaschinen zurückblicken.
Dezember 2004 wurde die erste Abbundmaschine "K3", eine Hochgeschwindigkeitsvariante der Abbundmaschine "K2", ausgeliefert. Sie wurde besonders für die industrielle Fertigung konzipiert.
Ende Januar 2005 wurde die 700. Abbundmaschine "K2" in Betrieb genommen - und das nach ihrer Markteinführung vor nicht einmal ganz 5 Jahren.
Im Februar 2005 wurde bereits die 100. Zuschnittmaschine Speed-Cut SC1 verkauft.
Februar 2006: Inbetriebnahme des ersten neuen Hobelautomaten "HM-400" bei Fa. Vouillon in Frankreich.
März 2006: Auslieferung der ersten Abbundmaschine "K2-900" an die Firma Galli in Orzinuovi (BS), Italien.
Bis heute wurden bereits über 3000 Maschinen gebaut, und man ist stolz auf einen weltweiten Marktanteil von über 90% bei computergesteuerten Abbundmaschinen.
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